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Corona_Maske_ Einevonachtzigmillionen
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Die Rückkehr Corona- Text Teil 7

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Im Juni geht meine Schule wieder los. Die meisten Schulen öffnen auch um diese Zeitspanne. Es geht heute genau darum. Wie ist das mit der Schuleröffnung und wie finde ich das ? 

Die Nachricht wann die Schule wieder beginnt erreichte meine Klasse, sowie mich gestern. Meine Gedanken waren und sind immer noch dazu gemischt/ verschieden. 

Ja klar, man muss wieder raus. Man braucht eben auch mal eine Auszeit von der Familie und muss auch die Freunde wiedersehen. Aber…. was für soziale Kontakte!? Ich darf ja nicht näher als einen Meter an meine Freundinnen heran! Es ist natürlich etwas anderes seine Freundinnen wieder in „echt“ als nur am Telefon zu sehen. Ob es das mit den „sozialen Kontakten“ so besser wird für mich, das weiß ich nicht. Sie wollen die Klasse ja auch in drei kleine Gruppen einteilen, um das Risiko nochmal zu senken.

So stelle ich mir das vor.

Ich kann es mir noch nicht richtig vorstellen, wie das mit dem Unterricht funktionieren soll. Die drei kleineren Gruppen sollen in verschiedenen Zeiten in die Schule gehen und dort machen alle dann drei Stunden Unterricht. Ich wohne nicht gerade nah an meiner Schule, brauche normalerweise um die 45 – 55 Minuten hin und natürlich auch zurück.

Diese drei Schulstunden Unterricht sind also so lang, wie mein Hin – und Rückweg zusammen. Wenn ich dann in der Schule bin, wird es wahrscheinlich auch kompliziert mit dem Reinigen und generell sich an die Vorschriften halten. Meine Mutter meinte schon, dass sie mir extra Seifenflocken raspeln wird und eine zweite Maske einpackt. Wenn möglich, dann treiben wir noch eigene Desinfektion auf. Was ich ganz gut finde, aber hilft das?

Manche Kinder aus meiner Klasse haben auch Eltern in der Risikogruppe. Ich habe mal mit einer von ihnen geredet, wie das denn für sie werden wird . 

„Ich glaube es wird interessant. Meine Mutter hat gesagt, dass ich wirklich nicht näher, als zwei Meter an andere Leute heran darf. Für mich ist das kein Problem. Ich werde eh nicht näher gehen. Aber für Leute, die sich jetzt schon untereinander mit mehr als zwei Personen treffen und denken das Corona schon weg ist, wird es ein großes Problem sich auch in der Schule von anderen Leuten fern zu halten.“ 

Ich werde natürlich auch Abstand halten. Bevor der Text aber ein Ende findet, muss ich noch etwas loswerden. 

Es ist schade, dass einige Lehrerinnen ( oder manche Lehrer) denken, sie könnten dadurch, dass sie uns Schüler wieder zur Schule schicken, die Normalität wieder herstellen. Für mich wird es nicht normal sein. Es wird erst wieder normal für mich, wenn das Virus weg oder heilbar ist. Und bis dahin, gebe ich mich auch mit meiner nervigen Familie und Online Unterricht sowie Aufgaben E-mails zufrieden.

Ich weiß nicht, ob ihr die gleiche Meinung teilt, aber ich hoffe, dass ihr alle gesund und verschont bleibt.

Bis zum nächsten mal 

Luna 

Corona_Tagebuch_Teenager
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Corona- Text Teil. 6

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Corona Text. 6.

Ich habe wieder etwas zu erzählen. Endlich mal etwas anderes, außer dem normalen langweiligen Tag. Und zwar habe ich mich überwunden und bin Fahrrad gefahren. Mein Fahrrad oder generell Rad fahren, das gab es bei mir nur bei meiner Radprüfung und selten in den Sommerferien. Seitdem stand das Rad nur eingestaubt in der Ecke. Ich hatte den Plan, einfach ein bisschen rum zu radeln und ganz kitschig den Weg mit Wind in den Haaren runter zu fahren, also packte ich mir eine Flasche Wasser und mein Handy ein. Den Helm setzte ich mir selbstverständlich auch auf. Dann ging es los. Einfach mal in eine Richtung fahren. Allein. Ganz allein. Der Fahrradweg schien interessanter und aufregender. Vielleicht lag es nur daran, dass ich das Haus davor nicht verlassen hatte und deswegen jedes kleine bisschen an Aktion nur noch besser finde. Die Straße war dann nach einiger Zeit fahren gesperrt. Deswegen bog ich in den Wald ab. Einfach nur geradeaus. Immer weiter und weiter. Ich machte Stopp an einer schönen Stelle und trank einen Schluck. Als ich mich umdrehte, um auf mein Rad zu steigen und weiter zu radeln, stand an meinem Rad ein Esel. Er hatte einen Strick um und die Frau, die ihn verzweifelt versuchte von meinem Fahrrad weg zu ziehen, hielt noch einen zweiten Strick in der Hand. Mit einem zweitem Esel dran. Nach zwei Minuten schaffte sie es, mit den Eseln weiterzulaufen und lächelte mir entschuldigend zu. Ich stieg wieder auf und genoss die blühenden Bäume. Bis ich nicht mehr wusste, wo ich eigentlich war. Japp. Ich hatte mich so richtig verirrt. Mein Blick wanderte umher. Blühende Apfelbäume und Flieder. Meine Eltern anrufen? Ne. Erstmal selbst schauen, wo ich war. Ich holte mein Handy aus der Tasche und öffnete die Maps-App. Aha. Nachdem ich nachgeschaut hatte schloss ich die App wieder. Viel brachte es mir nicht. Eigentlich gar nichts. Noch ein Blick. Auf einmal fiel es mir auf. „Diesen Weg kenne ich. Es ist der Weg zu meinen Großeltern.“ Durch Covid-19 habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen. Wenn ich jetzt aber zu ihnen fahren würde, dürfte ich sie nicht umarmen etc. Es wäre völlig okay für mich. Ich würde hinfahren, sagte vielleicht hallo und könnte mit einer festen Rute wieder zurückfinden. Na dann, los! Je mehr Weg ich zurücklegte, desto mehr kam mir bekannter vor. Auf dem Weg passierte dann nichts mehr Interessantes. Ich fuhr ungefähr plus ein paar Stopps 40 Minuten. Meine Tante machte auf. Zum Glück war sie da. Ich hätte meine Blase wahrscheinlich nicht länger halten können. Es war schön, sie und meinen Onkel wieder zu sehen (Auf Abstand natürlich). Sie wohnen über meinen Großeltern. Meine Eltern wurden auch kontaktiert. Nach einem kleinen Eis fuhr ich auch wieder los. Es war schon spät und ich musste Mich beeilen, damit ich vor der Dunkelheit ankam. Trotz NaWi verfuhr ich mich und kam erst in der Dunkelheit nach Hause. So endete meine ungewollte, dreieinhalb stündige Reise zu meiner anderen Familie. Das nächste Mal dann in Absprache der Eltern.

Bissel Farbe schadet nie.

Ich hoffe es geht euch gut und ihr bleibt gesund

Luna

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Der Corona-Text Teil 4 #Coronatagebuch

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Hallo, (reichte das als Start?) Langsam fällt mir kein Einstieg mehr ein. Aber egal. Am 12.04.2020 feierte meine Familie das Osterfest.
Briefe, Eier, Kerzen. Wir lieben Dekoration und anderen kleinen Krimskrams, rund um die Feste. Es hält zwar nicht lange, doch die Freude ist da. Die Woche begann mit dem Kartoffeln schnitzen. Für weitere Osterkarten. Und dieses Ostern ist es schwerer als es scheint. Kurz gesagt, mein Finger tut noch weh.
Am Ende waren bunte Herzen, Bäume und Blumen auf den Karten.
Generell lief bei uns alles bunt.

Wir färbten Eier. Was ….. naja …. in einem Desaster endete.
Meine Eltern kauften schon recht früh Eier-Farbe. Zwei flüssige und zwei
Tabletten. Die Tabletten musste man in einer Schüssel lösen und dann das Ei. Fünf Minuten dadrin färben. Diese Flüssigen Farben waren in so extra Tönen.
Marmor mit Silber-Folie und Pastell. Es wurde vorgegeben, diese Farben
In der Packung mit heißen Wasser flüssig zu machen. Danach sollte man sie
aufschneiden. Meine Mutter und ich fanden es eine gute Idee die Eier am Morgen zu färben.
Also schnitt ich , noch müde , diese Farben auf. Etwas zu weit hinten.
Das nächste was ich tat, war zur Küchenrolle zu rennen und die ganze Rolle
An den Tisch zu entführen. Ich bedeckte den ganzen Platz den ich hatte,
mit Küchenpapier und versuchte gleichzeitig die flüssigen Farben aufzuhalten.
Unser Boden sieht immer noch so aus , als hätte jemand stark geblutet.
Denn genau die rote Farbe lief nicht auf den Tisch.
Diese flüssige Farbe muss man sich auf die Hand machen und dann die
Gekochten Eier dadrin wälzen . DaMiT sIcH dEr EfFeCkT aUcH sEhEn LaSsEn kAnN. Meine Hand fühlte sich schmerzend und taub an. Und auch beim schreiben dieser Zeilen , kann ich mich nicht entscheiden was heißer war.
Das Ei oder die Farbe.
Aber irgendwie schaffen wir auch das.
Ich mag es gerne, Sachen zu verschenken. Fast mehr , als zu bekommen.
Und auch meine Eltern bekommen ein Ostergeschenk von mir.
Da ich ihnen immer eine Karte oder ein selbst gemaltes Bild male, dachte ich, dass dieses Jahr es etwas anderes wird.
Also mischte ich Gips zusammen. Diesen Gips malte ich dann mit einem Stäbchen auf einer Plastiktüte mit ZIP. Es waren zwei Herzen. Zwar etwas schräg , aber man erkannte es. Nach einem Tag trocknen unter meinem Bett schliff und feilte ich die Herzen so gut es ging, um sie im Nachhinein mit Aquarell-Technik zu bemalen.
Die Namen wurden zum Schluss mit Silber herauf geschrieben.
Meine Geschenke waren nun fertig.
Das waren die „Highlights “ der Vorbereitungen. Wenn ihr aber noch wissen wollt, wie ich mich als Oster-Fee am Telefon mache, lest den nächsten Teil.

. LG Luna